Donnerstag, 2. September 2010

Umzingelt von Bekloppten - Die Sozialpädagogin

Neulich rief Benjamins Mutter an, um mich zu fragen, ob mein Sohn Zeit & Lust hätte, mit ihrem Sohn zu spielen.
Beide 12 und in der selben Klasse - logisch also, dass da die Muttis noch die Dates klarmachen.


Ich hatte Bedenken, da Benjamin bei Mitschülern & Eltern als aggressives Kind mit Hang zu cholerischen Ausbrüchen und beunruhigend detailgenauer Kenntnis von Waffen aller Art, Horrorfilmen und EgoShootern bekannt ist und ich bin sicher, dass er später mal eine 1a-Karriere als Testschütze bei Heckler & Koch hinlegt.
Bisher war ich froh, dass Benjamin 20 km entfernt  wohnt und aus transportlogistischen Gründen als Spielgefährte ausschied.

Mama Benjamin ist vom Typ her krisennahes Weibchen; sprich: eine sehr sanftmütige und leise Leptosomin, bei der man immer den Eindruck hat, man dürfe sie nicht verschrecken, indem man zu laut spricht.

Ich flüsterte also vorsichtig, ob ihr Benjamin eigentlich PC oder PS spielen dürfe und wenn ja, welche Spiele er hätte, und ob da womöglich, wie ich von einem Mitschüler -sicher fälschlicherweise!- gehört hätte, auch ein Egoshooter dabei wäre.

Mama Benjamin sprach:
sie, als Sozialpädagogin, würde ihrem Benjamin natürlich PC- & Playstation-Spiele erlauben. Zwar nicht gerne, aber das könne man in der heutigen Zeit niemandem vorenthalten. Und nur so könne er Medienkompetenz lernen.
(Ich schlich samt Telefon zum Rechner, um rasch zu gugeln, was Medienkompetenz bedeutet, denn solche Wörter sind mir, als Nicht-Sozialpädagogin mit ohne Abitur, völlig fremd.)
Die meisten von Benjamins Spielen wären FSK 16 bzw. 18, da er geistig eh weiterentwickelt wäre und an diesen ganzen Kinderspielen keinen Spaß mehr hätte.
Und natürlich besäße er den ein oder anderen EgoShooter wie Unreal Tournament und Counterstrike, denn es wäre ja besser, Benji würde seine Aggressionen am PC und nicht "in echt" rauslassen.

Sie ließ sich noch eine Weile über Benjis hochsensible Natur aus, die es ihm erschweren würde, passende Freunde zu finden, da die Kinder heutzutage eher vom ruppigen Typus wären.
Auf Grund dieser Hypersensibilität hatte sie Benji nach der KiGa-Zeit auf eine Waldorf-Grundschule geschickt, da dort auf die besonderen Bedürfnisse von Kindern eingegangen wird, was man von der jetzigen Schule nicht behaupten könne:
neulich hatte die Textilkundelehrerin (Typ: Mutter Walton auf Valium) Benji schwerst traumatisiert, indem sie anhand seiner mißlungenen Kreuzstichnaht der Klasse erklärt hatte, wie es NICHT geht.
Nach diesem Vorfall suchte Frau Sozialpädagogin natürlich nicht das klärende Gespräch mit dieser inkompetenten Person, sondern reichte direkt eine Beschwerde beim Schulamt ein; ausserdem hatte sie Benji ein ärztliches Attest besorgt, speziell für den Textilkundeunterricht(!), um die Entstehung weiterer Traumata durch dieses Stoffmonster so gering wie möglich zu halten.
Sogar sämtlich Gobelins im Hause Benjamin mussten entfernt werden, weil Benji seit diesem Vorfall das Zittern anfängt, sobald er eine Stickerei sieht.

Ich war baff:
nach den Erzählungen anderer Mütter & Kinder, sah ich Benjamin eher als kleinen Terminator, und nicht, wie seine Mutter ihn beschrieb, als sensibles Didlmäuschen.

Es kam, wie es kommen musste:
Elvis wollte sich mit Benji treffen.
Wieso nur - wiesooo?! Doofes Kind! Das hatter vom Vatter!
Zufällig traf ich 1 Tag später den Klassenlehrer der beiden und teilte ihm meine Bedenken bezüglich dieser Verabredung mit.
O-Ton KL: "Lassen Sie Sohn hingehen. Benjamin braucht dringend mal Eindrücke von außen, denn die Mutter ist doch sehr ..äh.. speziell."
Elvis arbeitet zwar nicht als Psychotherapeut für gestörte Familien, ich ließ ihn trotzdem hingehen, wenn auch sehr ungern.

Fazit:
Elvis kam abends nach Hause und war völlig begeistert.
Er hatte den Nachmittag im Paradies verbracht: er & Benji wurden von der Schule abgeholt.
Während sie die Hausaufgaben erledigten, raste Mutti zu MacDon und schleppte alles an, was die kleinen Herzen begehrten.
Zum Nachtisch durften sie sich am familieneigenen "Kiosk" bedienen: ein Hängeschrank voll mit Süßigkeiten.
Zur Entspannung setzten die Jungs sich anschließend an den PC.
Benji ließ Mutti zwischendurch immer mal wieder antanzen, um Getränke und Knabberzeugs zu servieren.
Aber bereits nach 2 Stunden scheuchte sie die beiden dort weg:
"Ihr sitzt jetzt schon so lange am PC, wollt ihr nicht mal zur Wii wechseln?"
Was die beiden natürlich ganz fix und ohne Murren taten... 
Abends wurde Sohn von Mama Benjamin nach Hause kutschiert und sie verabschiedete sich mit den Worten:
"Und erzähl' den anderen Kindern, wie gut es Dir bei uns gefallen hat!" 


Man kann echt froh sein, dass Mama Benjamin vor 12 Jahren ihren Beruf als Sozialpädagogin an den Nagel gehängt hat, um sich ausschließlich ihrer eigenen Brut zu widmen...

Kommentare:

  1. Ach du heilige Sch.... Da möchte man sich nicht ausmalen, was aus dem armen Kind mal wird... Ich mache mit Sicherheit auch nicht alles richtig und verwöhnt wird mein Sohn auch ein wenig. Aber damit tun Eltern ihren Kindern ja wirklich nichts Gutes. Hoffentlich lässt die Begeisterung von deinem Sohnemann bald wieder nach!
    Liebe Grüße, Sandra

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  2. Na in der AUfzählung der kenntnisse haben jetzt mal noch Pornos gefehlt, sag bloß das besterzogene Kind hat davon noch keine Ahnung?

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  3. Hey, DAS ist doch mal das sinnvollste pädagogische Konzept was ich je gehört habe!

    Mit Sicherheit sind da einige gute Ansätze drin, aber die Gute hat da wohl kräftig was verwechselt...

    Oder sie hat sich verhalten, wie sie denkt, dass andere Eltern (ohne Fachwissen) es als einen guten Haushalt ansehen würde!

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  4. Hauptsache man ist Sozialpädagogin, da kann man jeden Blödsinn, ich sag mal ein Stück weit, begründen!

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  5. habe sehr gelacht über die milieustudie. ich les dann mal weiter...

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  6. Liebe Juli.

    Darf ich einmal und wirklich nur einmal ausnahmsweise? Na du weist schon. Ich will, ich muss...

    "...*kicher*, *kreisch* & *lol*!.."

    Danke. Geht mir jetzt wieder besser. Wo sagtest du "nicht", wohnt die gute Frau? "Bütte" erkundige dich doch einmal, ob sie auch zur Not und mal zur Abwechslung, auch ein 48 jähriges Kind , für sagen wir 10 Tage, zur therapeutischen "Beobachtung" bei sich aufnehmen könnte? Ich leide sehr stark an.... ja an was eigentlich? Ah ja. Also du kannst ihr sagen, ich leide sehr stark unter depressiven "Erkentnissstörungen". Also keiner erkennt mich, oder nimmt mich wahr. Und wenn möglich, biite kein Mc doffi. Davon bekomme ich immer "Blähungen". Ein wenig Chinese oder Spanier würde schon für den Anfang reichen. Zur Not würde es auch ein Grieche machen. Danke für dein Entgegenkommen und so. "Bütte melde dich"...


    LG rolf



    PS: Au Backe. Ich hoffe ich bekomme noch einen "Therapiplatz".

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  7. Das zeigt, dass ein abgeschlossenes Studium nicht unbedingt eine gute Mutter ausmacht. Ist ein solcher Verhalten ein Zeichen für mangelnde Intelligenz? Sollte man vielleicht mal mit dem netten Herrn von der SPD diskutieren.

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  8. Wie heisst es doch noch mal?
    Pädagogen und Sozialpädagogen haben die verzogensten Blagen *ggg*

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  9. Wunderbar... das ist ja fast, als hätte man für eine Verabredung eine Art Catering gebucht inkl. Unterhaltungsprogramm.

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  10. Ich musste erst googeln, was Leptosomin ist. Und da hat sich herausgestellt, dass Mama Benjamin auch Frau Schmalbrust genannt werden darf. Ja, so hab ich sie mir vorgestellt. :)

    Übrigens bin ich ihr 100. Leser. Krieg ich jetzt die Kaffeemaschine? Ja, ne?

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  11. Lasst doch alle mal das Holz in der Hütte.
    Wir verhalten uns doch alle wie die liebe Sozial-Mutti, oder? Nur reden wir nicht drüber und lassen keine fremden Kinder in die Wohnung.
    Bei mir war das natürlich vollkommen anders. Beide Töchter Einser-Abitur, aber, kaum waren die zu Hause, gabe es einen Diener-Vater vom Feinsten. Bis heute...
    Ne, ganz so schlimm war es nicht.
    Laptop gabs erst mit 16. Vorher nicht. Dafür aber jede Menge Bücher! Und beide lesen bis heute, dass die Schwarte kracht!

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  12. @ Lilly: Man studiert ja auch nicht "wie erziehe ich meine Kinder?" :D
    Und leider ist das in den meisten Fällen so, dass Eltern gern mal BETRIEBSBLIND sind. Erst neulich ein Buch gelesen von einer Mutter die in einer Klinik für Essgestörte als Therapeutin arbeitet und nicht erkannt hat, dass ihre Tochter magersüchtig ist.

    Ich für meinen Teil bin froh, dass ich in meinem Studium den Schwerpunkt auf außerschulische Jugendbildung und Erwachsenenbildung gelegt habe. Vllt kann ich dann wenigstens verhindern dass mein Kind der totale Psycho ist... naja, bis er ins Jugend- und Erwachsenenalter kommt :D

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  13. oh scheiße, das kenn ich auch noch. vielleicht kannst du benji samt psychomam deinem sohn doch noch irgendwie madig machen. benji steht später sicher mal in der zeitung, weil er mama stranguliert hat oder so :lol:

    liebe grüße, katerwolf

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  14. Verdammt...

    Soll dein Sohn mal viiiieeeelll Werbung machen, damit der andere ANDERE Kumpels findet.

    Oh weia. Och nö... Nix wie weg da.

    Nachher wirst du noch zum nächsten Geburtstagskaffee der Soz.päd. eingeladen, denn ihre sozialen Kontakte sind wahrscheinlich auch nicht gerade mannigfaltig!!

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  15. Das Kreuzstich-Trauma, wie soll da eine Therapeutin, wenn sie Benji dann mal in 2 oder 3 Jahren therapiert, nicht unter dem Tisch liegen und sich brüllend den Bauch halten?!

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  16. @ kralle:
    Du wirst keine Chance bei ihr haben, denn sie lebt & interessiert sich ausschließlich für ihren Benjamin!
    @ Paul:
    1. Wieso 100? Ich sehe nur 99.
    2. Das ist keine Kaffeemaschine, sondern ein Kapselautomat!
    @ lautleise:
    Kunststück: als Deine Töchter 16 waren, waren die Laptops noch gar nicht erfunden.
    @ SabrinaS:
    ich würde gerne mal den Arzt sehen, der dafür das Attest ausgeschrieben hat!
    @ alle:
    Neues Schuljahr = neues Klassenzusammenstellung.
    Benji ist nun leider in einer anderen Klasse...

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  17. Oh, MIst. Es ist wieder ein Leser abgesprungen. Sauerei!

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  18. Mit Medienkompetenz kenne ich mich als Bibliothekarin ja aus. Kann also sagen, die Mutter hat da viel falsch verstanden ;)

    Und ich muss die Ehre der Sozialpädagogen retten. Meine beste Freundin ist auch eine und die kann durchgreifen. Allerdings würde der Benji auch gut in ihre Gruppe passen ;)

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  19. Ich traue sowieso keinem Pädagogen - ob nun im Dienst oder nicht. Deine Geschichte bestätigt wieder meine bisherigen Erfahrungen. Pass bloß auf deinen Sohnemann auf, nich dass das zur Gewohnheit wird! Schönes WE wünsch ich dir!

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  20. Sozialpädagogen sind die, die menschliches Verhalten erst studieren müssen, weil sie sonst keinerlei Ahnung von der Spezies besäßen!

    Meine ehemaligen Nachbarn waren BEIDE Sozialpädagogen -die Kinder waren auf Heroin!!!

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  21. Also ich kannte dieses Wort"Medienkompetenz" auch noch nicht. Sollte ich mal einen eigenen Artikel drüber schreiben. Aber das mit der Karriere bei H&K das könnte was werden :-)

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  22. @ Federkissen:
    Sohn erzählte, dass in der Wohnung, gut sichtbar platziert, Broschüren über Medienkompetenz herumlagen. Ob's was nützt...
    @ bruno:
    Schreib den Artikel aber bitte leicht verständlich ;-)

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  23. Juliane: Das kommt selten vor, dass ich einen Artikel noch einmal lese, aber in diesem Fall zu Recht:
    Ein wirklich grosses Kompliment an Dich, hast Du doch ein haarsträubendes Erziehungsverhalten charmant, aber gekonnt zugespitzt, serviert.
    Ich befürchte nur, Benjamin ist kein Einzelfall.
    Er macht eher Karriere mit H+K und weniger mit H+M...

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  24. lautleise - merci!
    Das nächste Attest für Benji ist übrigens in Planung: der Spochtlehrer hat ihm beim 100-Meter-Lauf-Training vor allen anderen(!) zugerufen, er solle mal schneller rennen, sonst würde er eine Zeit laufen, die nicht mehr auf der Bewertungstabelle zu finden sei.
    Oha.

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  25. Und das sieht dann so aus:
    Benjamins Mutter schaltet den Generalstaatsanwalt, ein guter Freund ihres Vaters, ein und lässt gegen den Spochtlehrer wegen Kindesmisshandlung ermitteln.
    Erschwerend für den Spochtlehrer: Er ist Sanguiniker und Choleriker.
    Harry, hol schon mal den Wagen...

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  26. *kopfschüttel*

    Wahrscheinlich erzieht man genau so diese kleinen Amokläufer.
    Ansonsten halte ich sogenannte Killerspiele für nahezu ungefährlich aber in der Kombination, mache ich mir schon einwenig sorgen.

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  27. Dieses Sozpäd-Söhnchen war bestimmt jenes, welche die ersten 4 Grundschuljahre in der Tonne verbracht hat!

    Diese haarsträubende Geschichte erzählte mir neulich eine Kollegin, deren Sohn frisch eingeschult wurde und nun die ersten Wochen unter seinem Tisch liegend das ABC lernt.

    Meine Kollegin war etwas besorgt, wie Lehrerin wohl reagieren könnte, doch da hatte sie nicht mit dem Erkenntisschatz der Guten gerechnet!

    Die Lehrerin meinte nämlich, sie hätte schon weitaus ärgere Situationen überlebt, beispielsweise mit dem Sohn einer Pädagogenmum, die ihren Abkömmling in eine gepolsterte Tonne steckte, damit er seine Grenzen richtig spüren könne.

    Ich hoffe, das ich Kokosnüsse sammelnd meine Tage auf den Fidschis verbringe, wenn diese Generation herangewachsen ist!!!

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  28. @ lautleise:
    *lol*. Ach nee, dafür haste Dir ein *rofl* verdient! Exzellente Fantasie!
    @ Yeah:
    Anfangs haben wir Muddis gescherzt, dass aus B bestimmt mal Amokläufer wird (jaha, Asche auf unsere Häupter!). 1 Jahr später ist (u.a. wegen B) das Krisenintervenierungsprogramm der Schule in Kraft getreten: Es werden Extrastunden abgehalten zum Thema Mobbing, Killerspiele, etc.
    @ Pepper:
    Wie abartig! Und auf solche Ideen kommen viele. Habe mal im Jugenamt gearbeitet - die Akten da lesen sich wie Thriller.

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  29. Jetzt möchte, oder muss ich doch noch einmal mich hier "einklingen".

    Was sich am Anfang hier noch wie ein zu belächelnde "Pädagogenmär" las, entwickelt sich immer mehr zu einem Phsychothriller. Aber am Ende ist dies ja auch wirklich nur die Spitze der Dekadenz. Keine Ahnung wieso, obwohl ich sicherlich nicht die Augen davor verschliesse.

    Wenn ich ein humorvoller Mensch wäre, würde ich sagen:"...alle Lehr - und sonstigen pädagogischen Berufsabsolventen, dürften, oder sollten lieber keine eigenen Kinder haben..." Aber ich kann bis auf ein paar kleine Ausnahmen, auch auf entsprechende Ausnahmen verweisen.

    In den letzten Jahren hatte ich einiges mit "Familienstellen" und entsprechenden "Aufstellungen" zu tun. Interessant hierbei war zu beobachten, dass die meisten schweizer "Probanten" weniger Probleme mit ihrer Vergangenheitsbewältigung hatten, als bei den deutschen Aufstellungen. Bei vielen lagert im Unterbewusstsein noch einiges aus "dunklen" Zeiten vor 45, welches nicht aufgearbeitet wurde. Sei es der Verlust eines Familienmitgliedes, oder die ständige allgemeine "Schuldfrage", trotz entsprechender Aufklärungsarbeit. Aber das Unterbewusstsein schützt, indem es verdränkt und uns Glauben macht, dass wir etwas vergessen haben, vergessen sollen.

    Am Ende, um bei deinem Pädagogenthriller zu bleiben, bedarf es nicht nur die Hilfe für solche Art betroffenen Kinder, sondern auch und vorallem der "Täter". Und bitte jetzt nicht die "Täter/ Opferschuldigkeit" bewerten. Ich will damit sagen, dass gerade vielleicht auch jene Mutter, vorsichtig aus dem Fenster gelehnt, einige Lager im Oberstübchen locker hat. Vierlleicht wäre es da besser gewesen, entweder wie gesagt keine Kinder, oder selber in eine Therapie zu gehen. Einfach nur zu veruteilen hilft auch diesem Personenkreis nicht. Nur das Problem was ich darin sehe, "wer soll und wer kann helfen"?
    Vielleicht wäre dieser Frau einmal ein ILP Coaching sehr hilfreich. Hier in der Schweiz heist es jetzt HEP. Die Phsychologen werden jetzt natürlich "murren" und abwinken. Aber interessant daran finde ich, dass diese Art der Selbsthilfe und Ressourcennutzung gerade bei psychosomatischen und seelischen Beschwerden immer mehr Zulauf findet und hier sogar ganz offiziel anerkannt ist.

    Schick die Dame also her. Ich verspreche, dass sie schon nach fast 3 Tagen, ein echt typisches schweizer "Gericht" aus der Küche beherscht. ;-)

    Und Tschüss


    LG rolf

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  30. @ rolf:
    Schwierig...
    In Therapie geschickt werden kann nur jemand, der selbst merkt, dass er die Kappe am Blinken hat und ich glaube, Mama Benjamin findet sich selbst ganz dufte.
    Und wer dürfte sich anmaßen, sie auf ihr Defizit aufmerksam zu machen? Lehrer? Freunde? Mitschulmütter?

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  31. Ist ja echt mal heftig, was der Sohn da spielen darf ich wie sehr die Mutter ihm hinterher rennt und ihn zu sehr verwöhnt. Bin mal gespannt, was aus dem Kind mal wird... oO

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  32. @ kralle:
    Sehr verdrehter Beitrag - hängt wohl mit der Schweizer Denke zusammen.
    Aber, was ich für ganz furchtbar halte, das ist die Bemerkung:
    entweder wie gesagt keine Kinder...
    Eine solche Einstellung hatten wir in Deutschland schon einmal.
    Von 1938 bis 1941 hat mein Vater
    als Unfruchtbarzumachender gegen seine Zwangssterilisation gekämpft, weil er gehörlos war.
    Danke, kralle, dass Du mir bis hierhin folgen konntest!

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  33. Hallo lautleise.

    Was hat "Querdenken" mit der Schweiz zu tun, zumal ich gebürdiger "Ossi" bin? Kleine Geschichtsgeographie gefällig? Das ist jener deutsch sprachige Raum, welcher seit 1989 quasi als Protektorat zur BRD gehört.
    Aber das is hier weniger von Belangen.

    Vielmehr war "auch" gerade jener von dir zitierte Kommentarabschnitt eigentlich "sardonisch" gemeint und wiederum nicht Menschenverachtend. Aber dazu kennst du leider meine stilistischen Umgangsmittel zu wenig, um das als solches zu erkennen. In Wirklichkeit bin ich ein ganz lieber, aber noch nicht zahnloser Tiger, welcher mit einer "Lehrerin" und drei Mädels zusammenlebt. Spass und auch Kopfschütteln also vorprogrammiert und normal.

    Die Grundaussage als solche sollte eigentlich auch eine ganz andere sein. Vielleicht könnte ich es auch einmal so formulieren.
    Was macht eine gute Mutter erst einmal als solches aus? Was macht dann eine gute "Therapeutin" als Mutter aus? Wo beginnt die Erziehung und wo der Wahnsinn? Jedenfalls in diesem zur Diskussion stehendem Beispiel.

    Eine Familie aus meinem Bekanntenkreis, errzog ihre Kinder nach "neusten" Erkenntnissen. Jedenfalls hatten die "Görren" alle Narrenfreiheit der Welt und was schief laufern konnte, lief aber auch schief. Nach der Wende, verloren sie nicht nur den Kontakt zu den zwei Kindern, sondern auch den Anschluss und das "nötige" Verständnis. Vielleicht war auch nur die Erwartungshaltung der beiden Elternteile zu gross und sie erwarteten entsprechende "Dankbarkeit" auf Grund der erzieherischen Grosszügigkeit.

    Doch kann und sollte man als Elternteil "Dankbarkeit" von seinen Kindern erwarten dürfen? Respekt und Achtung ja. Aber wirklich Dankbarkeit?

    Vielleicht noch ein kleines Beispiel an dieser Stelle, um mich nicht zu rechtfertigen, aber zumindest auf deinen bitterbösen "Nachton" zu reagieren in Bezug auf deinen Vater.

    Meine Mutter, gebürdige Rumänien, wurde 1943 von den Russen auf der Strasse "zwangsdeportiert" und musste als 17 jährige, mehrere Jahre unter Tage Kohle in einem "Kriegsgefangenenlager" abbauen. Nicht nur das sie wie der letzte Bettvorleger wie all die anderen auch behandelt wurde, sie wurde genauso vergewaltigt und misshandelt. Das Resultat war mein ältester Bruder, welcher 1946 in jenem Lager zur Welt kam. Und genau jene "Menschen" die meiner Mutter das antaten, sollten für meine Jugendjahre, meine Vorbilder und Freunde sein. Nicht werden, sondern sein.


    Ich hoffe das ich mich nun nicht zu weit hier aus dem Fenster gebeugt habe, du mir aber dennoch auch bis hier her folgen konntest.
    Wünsche dir auch noch einen schönen Resttag.

    LG rolf

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  34. Hallo Rolf,
    lassen Sie es mal Gut sein, ich wollte eine solche Diskussion hier unter keinen Umständen führen.
    Aber als Mitarbeiter der ersten Freien Schule in der BRD kann ich mir eine Beurteilung des ursprünglichen Posts von Juliane durchaus erlauben.
    Dazu bedarf es nicht der Hinzuziehung willkürlicher Erlebnisse aus der Alltagswelt.
    Ebenso einen schönen Tag noch.
    Ein Scheißwetter ist das aber auch, so was von ***

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  35. Ich hatte geantwortet, aber meine Antwort wurde nicht veröffentlicht.
    Im Gegensatz zu Ihren kruden Bemerkungen.

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  36. Wie schon MEHRFACH erwähnt, werden die Kommentare erst NACH meiner Freigabe sichtbar.
    MEIN Blog = MEINE Regeln.
    Also: Bälle flach halten und der Muddi nicht auf den Sack geehen, sonst gibts hier Zensur de Luxe.

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  37. "....Zensur de Luxe..."? Is das wie ein "Trabbi" mit Benzinhahnverlängerung und Handyablage? ;-)
    Bedenke aber bitte auch, dass du damit deine eigene Statistik der Guten Taten für diesen Monat glatt zur "Sau" machst. Dabei warst du bis jetzt eigentlich "fast" schon gut. ;-)


    LG rolf

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  38. Ich, studierte Sozialpädagogin, habe eben das kalte Kotzen bekommen. Entschuldigung. Ismirschlecht...

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  39. Nochmal zum Sozialpädagogen an sich:
    Ich kenne einen in Freiburg, der macht seit Jahren so gute Sachen, dass die ganze Stadt auf dessen Projekte mit den Jugendlichen stolz ist.
    So. Das musste ja mal gesagt werden!

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  40. Klar, in jeder Branche gibt's Gute, mäßig Gute und Bekloppte.

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  41. Juliane einfach wieder genialer beitrag and she she speaks french "gobelin" . Gruss von der anderen querdenkerin franziska

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    1. Na klar, Gohböhlänngs sind hier im Sauerland sehr verbreitet
      ;-))

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  42. Der hier war toll: O-Ton KL: "Lassen Sie Sohn hingehen. Benjamin braucht dringend mal Eindrücke von aussen, denn die Mutter ist doch sehr ..äh.. speziell."
    Sohn arbeitet zwar nicht als Psychotherapeut für gestörte Familien, ich ließ ihn trotzdem hingehen, wenn auch sehr ungern.

    Hatten wir gerade und zwar GENAUSO im Kindergarten. Hier durfte der Kleine Mann als Sozialarbeiter ran. Aber: es hat funktioniert. Der Kleine Mann hat seinen Wunsch erfüllt und lässt den Kita-Gewalttäter mittlerweile ziemlich links liegen. Insofern: punktsieg für mich!

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    1. Tja, das ist der Fluch, wenn man, wie wir, ein nettes Kind hat: die Mütter von den ..öhm.. gestörten Kindern reißen sich um "normale" Spielkameraden...

      HIER gibt's übrigens noch mehr von der Dame.

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