Freitag, 10. Juli 2015

Arbeitsamt - Der frühe Vogel fängt hier nix

In dreieinhalb Monaten endet meine Elternzeit.
Danach bin ich arbeitslos.

Heute hatte ich nix besseres vor, also machte ich mich auf den Weg zur Arbeitslosmeldestelle in Nachbarstadt.
Freute mich, dass ich so superduperstreberhaft überpünktlich bin, um keinesfalls eine Frist zu versäumen.

Frohgemut betrat ich das Arbeitsamt.
Und dann das:
Ich durfte nicht!
Ich durfte mich nicht arbeitslos melden!
Das macht man nämlich 3 Monate vorher und nicht 3,5 Monate vorher!
Wo kämen wir denn da hin, wenn alles so kreuz & quer und außerhalb der vorgeschriebenen Fristen und so.... ?!

Das Arbeitsamtsinfoschalterfrollein schickte mich also allen Ernstes und unverrichteter Dinge wieder weg, weil ich mit meiner Arbeitslosmeldung 13 Tage zu früh dran bin.
Mein Argument, dass ich früh gekommen sei, damit ich keinesfalls die Frist versäume, zog nicht.
Auch, dass ich nun extra die 20 Kilometer gefahren sei und mit Baby und in dieser Hitze und überhaupt... interessierte nicht.

Wenigstens konnte ich das Arbeitsamtsinfoschalterfrollein überreden, in meiner Akte zu vermerken, dass ich überpünktlich da gewesen sei.

Ich fahr' dann in 13 Tagen nochmal hin, nech...


Glückwunsch, Arbeitsamt! Du bist so dämlich, Du verdienst ein eigenes Label.

Kommentare:

  1. Anonym10/7/15

    Die können nicht anders ...

    Als ich erfuhr, dass man das Geld was man für Bewerbungen ausgegeben hat (Briefmarken undso) vom Amt zurück bekommt, habe ich meine "Betreuerin" geffragt warum sie mich nicht darüber in Kenntnis gesetzt hat. Ihre Antwort: "Das muss ich Ihnen nicht sagen. Wenn Sie das wissen wollen können Sie sich das ja selber anlesen in Broschüre 4, Seite 35. Zeit haben Sie ja!" ...

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  2. Da bleibt mir nix Anderes zu schreiben als das altbekannte "Kopf --> Tisch"...... am Liebsten gleich 3 mal...

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  3. Anonym10/7/15

    und was passiert, wenn man die 3 Monate um einen Tag unterschreitet? Hausarrest? Brennessel am Handgelenk?

    ... die Neue

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    1. Sobald du was unterschreitest verlierst du glaube ich die Ansprüche...?

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    2. Du erhälst eine - ich glaube 4 wöchige - Sperre...

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    3. Bernd25/7/15

      7 Tage lang 10% Abzug
      Das ist im übrigen die einzige Disziplinarmaßnahme, die verjährt!
      Alle anderen Disziplirnarmaßnahmen gelten lebenslang.
      Im übrigen ist hier der Mitarbeiter der AA bzw. der H4-Behörde völlig unschuldig. Er hat keinerlei Ermessenspielraum. Das ist mit der damaligen H4-Hysterie, die die Agenda 2010 hervorgerufen hat gesetzlich so festgelegt worden.

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    4. Bernd25/7/15

      Ich nehme dann mal ein r raus und spende ein s

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    5. Bernd, aha, aber man kann sich ja auch online Arbeitslos melden bzw. Geld beantragen und das geht doch auch JEDERZEIT. Oder nicht?

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    6. Bernd29/7/15

      Hallo Juliane, die Onlinegeschichten sind meiner Meinung nach Ver........
      Zitat aus den Nutzungsbedingungen des Portals:
      "Ihre telefonische Meldung, Ihre schriftliche bzw. Online- Mitteilung ersetzt nicht Ihre PERSÖNLICHE Arbeitslosmeldung. Diese ist Voraussetzung für den Bezug von Arbeitslosengeld. Sie können sich frühestens 3 Monate vor Eintritt der Arbeitslosigkeit bei Ihrer Agentur für Arbeit PERSÖNLICH arbeitslos melden. Sie erhalten Arbeitslosengeld frühestens ab dem Tag Ihrer PERSÖNLICHEN Arbeitslosmeldung."

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  4. Anonym10/7/15

    ich werfe mal noch ein n in die Brennnesseln ... sorry

    die Neue

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  5. Meine Güte, ist deine Elternzeit schon wieder fast vorbei? Wie die Zeit vergeht!

    Da bleibt ja nur zu hoffen, dass du vielleicht mit Bewerbungen Glück hast und die Amtsschimmel nicht brauchst. Ich drücke jedenfalls ganz fest die Daumen.

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  6. Lol, das ist typisch Amt... manchmal glaube ich die Herrschaften dort kennen nur die Sätze: 'Dafür bin ich nicht zuständig' und 'Da sind sie hier falsch / zu früh / zu spät' etc....
    Viel Erfolg bei deinen Bewebungen

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  7. Angeblich herrscht ja schlimmer Fachkräftemangel, auf's Amt geschissen! 13 Tage zu früh, phhh

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  8. Da fällt mir nix zu ein...

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  9. Fachkräftemangel herrscht offenbar beim Arbeitsamt.

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  10. Fastdäne13/7/15

    Moin,moin,
    ich kann mir vorstellen, dass der Computer im Amt vor den 3 Monaten die Datensätze gar nicht annimmt. Da kann der/die Sachbearbeiter/in dann vielleicht gar nicht helfen, selbst wenn er/sie wollte. Eine Sperre gäbe es übrigens nicht, allerdings möglicherweise eine kleine Kürzung.
    WAs macht denn der "Große"? Heil vom Festival zurück? Schon wieder sauber?
    Gruß Frank

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    1. Wenn die SB nichts machen kann, kann sie trotzdem der Bürgerin erklären, warum das so ist. Würde ich allein schon deshalb tun, damit eben jene Bürgerin mich nicht für komplett bekloppt hält.

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    2. @ Fastdäne (wie gehtn das?):
      Der Große: Braungebrannt. Kohldampf. Verstopfung. Happy.
      @ Lily:
      Nun ja, die Gute war mittelschwer irritiert. Die erkannte in mir wohl die Frau, die ihr vor 20 Jahren den Kerl weggeschnappt hat...

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  11. Anonym13/7/15

    Gröhl, deutsche Ämter.
    Das ist überall gleich auf den Ämtern, sei es Arbeitsamt, Stadtverwaltung, Versicherungen, Banken, Universitäten.
    Aber natürlich kommt es auf die Sachbearbeiterin an . Der Ton macht die Musik.

    Aber es stimmt, wahrscheinlich tut sie nur ihre Pflicht (wie alldieweil anderen in den Ämtern), machen kannste da nichts.
    Nur wundern und in den Kalender schreiben.
    Zeit gast du ja, ne? ;-)
    LG
    Marion

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  12. Das ist ja der Hammer...

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  13. Ich vermute die Saachbearbeiterin hat in 13 Tagen Urlaub und wollte nur einen Fall weniger an der Backe haben.
    Jetzt muss nämlich der/die Kollege/in ran.

    Aber ernsthaft jetzt.
    Die haben doch den Knall nicht gehört!

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