Montag, 1. Februar 2016

Flachgelegt

Neulich war Frau Finke krank.
Sehr krank sogar.
Und dabei lebt sie mit 3 Kindern alleine und kann sich krank sein gar nicht leisten.


Als ich nun Frau Finkes Horrorstory las, musste ich an neulich denken:
Seit Lucky Luke diese Petrischale, die sich "Kindergarten" nennt, besucht, bin ich ständig krank.
Vor ein paar Monaten trug es sich zu, dass es mir, nachdem ich Lucky in den KiGa gebracht hatte, plötzlich sehr schnell sehr schlecht ging.
Ich hatte mir offenbar den Magen-Darm-Virus, der im KiGa grassierte, eingefangen.
Als es an der Zeit war, Lucky abzuholen, konnte ich mich kaum auf den Beinen halten und fühlte mich auch nicht in der Lage, das Auto sicher zu steuern.
Was tun?


Ich rief beim KiGa an, schilderte mein Dilemma und fragte, ob es möglich sei, Lucky in ein Taxi zu setzen. Nee, das ist verboten!
Da müsste dann halt jemand anders... Irgendjemand...
Ein bisschen hatte ich ja gehofft, dass sich eine der üppig vorhandenen Erzieherinnen ins Auto setzt und mir Lucky nach Hause bringt. Sind ja nur 1200 Meterchen.
Aber nee...
Mich samt Kindersitz in ein Taxi setzen? Und wenn ich den Wagen vollkotze? Oder schlimmer: mir in die Hose scheiße?? Nee.
Also schwankte ich zum Auto und schlich mit 12 km/h zum KiGa, die Kotztüte in der linken, das Steuer in der rechten Hand, parkte mit laufendem Motor direkt vor der Tür, obwohl strengstens verboten, schnappte mir Lucky (in Spielklamotten und Pantöffelchen) und rollte nach Hause.

Das war eine ziemlich beschissene Erfahrung.

Ich höre schon die Klugscheißer:
"Dann hätte ihn halt jemand anderes holen müssen!"
OK, das war die Sachlage:
- der Pilot arbeitete an diesem Tag 100 km entfernt
Oppa, mein ewig verlässlicher "Notnagel", lag im Koma und
Omma ist grundsätzlich gesundheitlich nicht in der Lage in Notfällen einzuspringen
- Schwiegeromma lebt 500 km entfernt
- Elvis Mathe-LK-Klausur
- Charlotte arbeitete gerade den 3. Tag im neuen Job
- Kusine Püppi im Urlaub
- Nachbarin Pavenstädt, die ewig hilfsbereite, arbeitet in Nachbarstadt

"Aber irgendjemanden MUSS es doch geben! Nachbarn oder Babysitter!"
Welchen Nachbarn meint ihr denn genau?
Den kinderhassenden Alki, der die Bullen ruft, wenn ein Ball in seinen Vorgarten kullert?
Die uralte Klavierlehrerin, die ohne Rollator keinen Schritt mehr machen kann?
Den Hells Angel mit dem Irokesen?
Die durchgeknallte Psychotikerin über mir, die mir wahrscheinlich erst den Stinkefinger zeigen und uns dann alle mit ihrem Samuraischwert köpfen würde?
Aufgrund der hohen Aus- und Einzugs-Frequenz kenne ich die anderen gar nicht.
"Nachbarn" - klingt immer so nett und funktioniert vermutlich auch, wenn man in einer hübschen Reihenhaussiedlung wohnt, wo jeder jeden kennt.
Ich wohne im Mietshaus am Rande des Russenviertels. Und ich rede hier nicht von einem Beluga-Iordanov-Arrondissemang, wenn ihr versteht.
- Und meine beiden Babysitter gehen noch zur Schule, die kann ich schwerlich vormittags anrufen und zum KiGa jagen.

"Frag' doch eine der anderen KiGa-Muttis, ob eine Lucky mitnehmen kann."
- Diejenige braucht einen 2. Kindersitz.
- KiGa lief zum Magen-Darm-Dilemma erst 2 Monate und während der beiden "Wir basteln gemeinsam unnützen Scheiß"-Termine sind wir miteinander noch nicht so intim geworden, dass ich eine von denen anrufen und bitten könnte, dass sie mein Kind nach Hause bringt. Ich wüsste ja nicht mal deren Namen!

"Die Krankenkasse stellt Haushaltshilfen!"
- Ja, das tut sie. Eine Haushaltshilfe muss man aber beantragen. Dafür benötigt man ein Rezept vom Arzt und muss dieses der KK zukommen lassen. Die genehmigen eine HH und innerhalb von 2 Tagen haste so 'ne Fee bei dir zu hause.
Hätte aber in meinem (und Frau Finkes) konkreten Fall auch nix genützt. Ich hätte innerhalb von 2 Stunden jemanden gebraucht.
Außerdem muss man ja in der Lage sein, zum Arzt zu gelangen bzw. dort dann, nach Möglichkeit, aufrecht im Wartezimmer zu sitzen. Ja, es gibt auch Ärzte die ins Haus kommen, so wie meiner übrigens. Aber das scheint heutzutage die Ausnahme zu sein.

"Dann musste dir halt ein soziales Netzwerk aufbauen!"
Nun, *hüstel*, ich bin nicht gerade ein Fan meiner Mitmenschen und/oder sozialer Interaktion.
Selbst wenn ich wollte und könnte, kann ich mir nicht innerhalb von wenigen Wochen oder Monaten einen Bekanntenkreis aufbauen, der dann auch rasch zur Stelle wäre, wenn mal  "was" ist.

"Frag doch mal beim Jugendamt nach!"
Done.
Habe mein Dilemma geschildert und gefragt, was ich im Notfall tun könne. Das wussten die auch nicht so genau und siehe oben (Aber irgendjemanden MUSS es doch geben!).
Vor 20 Jahren arbeitete eine Bekannte als Familienhelferin. Diese Familienhelferinnen rief man im Notfall an, und dann stand eine von denen parat. Ohne viel Beantragungsgedöns.
Gibt's hier nicht mehr, weil's keiner zahlt.
Wenigstens habe ich eine Liste von flexiblen Tagesmüttern bekommen, die auch mal kurzfristig Kinder nehmen. Wer die Kosten dann trägt, bleibt abzuwarten...


Warum ich das erzähle?
Weil mir beim Lesen von Frau Finkes und anderen Blogs von Alleinerziehenden immer wieder diese penetrant/patzigen Kommentatorinnen auffallen, die meinen, dass es für alles eine Lösung gibt. Geben MUSS! Weniger Geschiss um alles machen und einfach handeln, statt jammern!
Sorry für's Desillusionieren, liebe Frauen mit Ehemann/Schwiegeromma/Kinderfrau, aber es gibt eben manchmal Situationen, da bist du komplett auf dich alleine gestellt, ob ihr es wahrhaben wollt, oder nicht. Face it!
Und das hat auch nix mit Jammerei zu tun, das sind Fakten.

Mittlerweile kenne ich die Mitmütter aus dem KiGa besser und würde sicherlich eine anrufen.

Kann nur hoffen, dass es nicht mehr von solchen Tagen gibt.

In diesem Sinne: auf ein GESUNDES 2016!


*Dieser Blogpost wurde vom Sterbebett aus geschrieben. Mit Himbeerzunge.*

Kommentare:

  1. Erst mal - Gute Besserung.
    Wenn man wie Du, wirklich alle Möglichkeiten ausgeschöpft hat, und man selbst nicht mehr in der Lage ist klar zu denken - geschweige denn Auto fahren - müsste man einfach zum KG sagen "dürfen":

    "Wisst Ihr was? Behaltet mein Kind zwei oder drei Tage. Ich kann momentan nicht, es ist niemand da und ich bin eine Verkehrsgefährdung und kann und will nicht fahren."

    Ja, ich weiss, überspitztes argumentieren. Aber was zum Teufel soll eine allein erziehende Mutter tun? Hexen lernen? Auf ein Wunder hoffen?
    Ich kenne die Geschichte mit der Familienhelferin auch noch. In Dörfern gibt es sowas oft noch. In der Stadt hat man schlechte Karten, da die keinen Bedarf sehen,was wie man ja sieht, absoluter Unsinn ist.

    Und ja, die Petrischale, die Kindergarten heisst, kennt meine Freundin auch. Es gibt nicht eine Woche, wo das Kind nicht irgendwas mitbringt. Neulich waren es - mal wieder - Läuse. Braucht kein Mensch aber nunja, Kindergarten sind Brutstätten dafür. Flöhe hatten sie auch schon. Tolle Wurst, oder?

    So, genug geschwafelt. Ich reiche mal ein Teechen rüber und hoffe, dass es Dir und dem schei** Scharlach bald besser geht.

    Liebe Grüsse
    Susi

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  2. Ja das sind Fakten, Juliane. Richtige scheiß kack Fakten. Und es wird auch nicht viel besser, wenn sie groß sind. Es wird anders, aber manchmal bleibt alles kacke, wenn alles immer nur an einem selbst hängt, weil niemand da ist, der helfen kann - oder jemand da ist, der aber nicht helfen will.

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  3. Jetzt hab ich es doch vergessen zu schreiben: Gute Besserung, Juliane!! Dass Du wieder RICHTIG auf die Beine kommst!

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  4. Dieses "Geht nicht- gibt's nicht" -Gelaber kenn ich auch. Ist zum Kotzen, aber den Leuten nicht klar zu machen. Meines Erachtens sollte man (haha- derdiedas anonyme man) sowas mal bei einer Elternsitzung im Kindergarten besprechen. Vielleicht gibt es noch mehr in deiner Situation, mit denen man zusammen was auf die Beinchen stellen kann. Und der Kindergarten sollte vlt für diese Zwecke Leihkindersitze vorrätig haben, das würde einen Teil des Dilemmas lösen. Vielleicht gibt ja jemand einen kostenlos ab? Womit ich nicht gesagt haben möchte, dass du da jetzt einen Organisationsauftrag bekommen sollst... du musst erstmal gesund werden.

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  5. ich hatte genau den gleichen gedanken wie im ersten kommentar. einfach den kiga-tanten sagen, dass du nicht kommen kannst, und fertig. wenn niemand lucky abholt, werden sie ihn schon vorbeibringen. das ist natürlich einfacher gesagt als getan, ich weiss.

    ich wünsche dir gute besserung!
    es ist schlimm, wenn man in solchen momenten alleine ist und niemanden hat, der einspringen kann.

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  6. Anonym1/2/16

    Meine Schwester ist zwar nicht alleinerziehend, wohnt aber über 100 km von uns weg, und der Mann ist auch nicht immer sofort erreichbar und absprungbereit. Sie hat keine Freunde, weil sie extra wegen der Niederkunft usw. (Beziehung, Kind, blabla.) in eine ihr fremde Großstadt gezogen ist. Bei solchen Sachen wüsste sie auch keinen, der das Kind abholen könnte. Insofern nachvollziehbar, dass du an dem Tag gearscht warst. Manche machen sich's halt zu leicht.
    Dass die aber das Kind alleine in ein Taxi setzen, ist vermutlich verboten, verständlich, dass sie das abgelehnt haben.
    LG, Bianca

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  7. Hmm. Ich weiß - ehrlich gesagt - nicht, ob das so einfach ginge: Dem KiGa die Entscheidung aufzuzwingen, wie der Zwerg nach Hause kommt.
    Zum einen dürften sie es rechtlich nicht: Wenn was passiert auch auf 1.200 m, ist das Geschrei groß.
    Zum anderen soll der Zwerg ja weiterhin in den KiGa gehen können, ohne von missgestimmten Erzieherinnen umgeben zu sein.
    Rein menschlich - aus Sicht von Juliane - ist das eine im wahrsten Sinne des Wortes beschissene Situation. Am Ende bleibt man selber verantwortlich für sein eigenes Kind und für dessen Fürsorge. Diese Erfahrung habe ich immer wieder machen müssen - und das ist oft alles andere als lustig. Ich wünsche Dir, Juliane, dass das nicht öfter vorkommt. Im Notfall kannst Du im KiGa nur darum bitten, dass der Kleine zwei, drei Stunden länger im KiGa bleibt, damit er von jemandem abgeholt werden kann (von Elvis nach der Klausur oder dem Babysitter nach der Schule). Sowas ist machbar - ich musste dann manchmal gar nichts und manchmal 10 Euro pro Stunde draufzahlen. Das ist eine Menge Geld, wenn eh alles schon knapp ist. Aber immer noch günstiger, als würde Dir und/ oder Lucky auf dem Heimweg etwas passieren :(

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  8. Gute Besserung!

    Ich kenn das noch sehr gut aus der Zeit mit dem Ex...
    Da hatte ich auch ähnliche Probleme... es war grundsätzlich dass ich nie krank war... selbst mit beginnender Lungenentzündung habe ich die Bude schrubben dürfen für das Weihnachtsfest mit Familie...
    Sonst war auch kaum jemand mal im Notfall verfügbar.
    Erst beim zweiten Kind im letzten Jahr war dann auch mal eine andere Mutter bereit das Kind mit zu nehmen.

    So allein die Situation ist zum Wahnsinnig werden und man verzweifelt dann total.

    Hoffe dass so eine Situation bei dir nicht wieder auftritt oder eben einfach dann jemand da ist.

    LG KaTe

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  9. Gute Besserung!
    Ja, Kindergärten und Schulen sind die reinsten Brutkästen für sämtliche denkbare Viren- und Bakterienkulturen.. Ich bin fast immer krank, wenn ich mit den Nichten/Neffen zusammen war. Zuletzt war die kränkelnde Nichte an Weihnachten da, tags darauf die Nachricht der Schwester: "Wir waren gerade in der Notaufnahme, M. hat Scharlach, nur dass ihr´s wisst". War klar.
    Ich bin auch kein Fan des Netzwerkens, nur um solche Kontakte dann in der Hinterhand zu haben. Mich regt es sogar tierisch auf, wenn ich merke, dass der andere nur kommt, wenn er was braucht.. Da verzichte ich dann gerne drauf. Und die wirklichen Freunde haben halt auch ihr Leben..
    Nochmals gute Besserung! Scharlach ist ein Arschloch.

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  10. Glaube ich dir unbesehen - mein Respekt vor Alleinerziehenden stieg auf 100% als ich die ersten zwei Tage mit dem Erstgeborenen zu Hause war.
    Obendrein hatten wir immer das Glück, dass einer von uns Erwachsenen immer von Kotzdurchfallanginaerkältungmörderhusten verschont geblieben ist.
    Allein muss das die Hölle sein!

    Gute Besserung dir!!

    Britta

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  11. Anonym1/2/16

    Gute Besserung!

    Ja, was glaubt man, warum es dieses "Geht nicht!" ständig gibt?
    Schlechte Erfahrungen gemacht, sag ich mal.
    Da haben sicher in gutem Glauben Leute si ne Aktion durchgezogen, und hinterher mörderisch eine Draufbekommen.
    Also folgt daraus: Dienst nach Vorschrift.

    Und Haushalthilfe? Bis die da ist....

    Wir hatten hier vor ein paar Jahren den Fall:
    Mutti als Notfall ins KH, ein Erstklässler und ein knapp 4jähriger alleine. Vater auf Montage im hintersten China. Der war informiert, und unterwegs, aber es waren letztendlich 2 Tage zu überbrücken, bis er da war....Fall für Familie sagt man, die gibt's aber nicht wirklich.
    Irgendwie haben Tante, Onkel, Freunde es letztendlich geschafft, die Zwerge zu betreuen, bis der Vater da war.
    Die Alternative war die Notfallpflegestelle...

    Und ich habe letztes Jahr Anspruch auf eine Haushalthilfe gehabt, nach einer OP. Da kann ich Rezepte, Anspruch, sonst was haben, wenns keine gibt, gibt's keine.
    Liebe Grüße
    Sylana

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  12. Anonym1/2/16

    Ich wünsche auch gute Besserung und kann das, was du schreibst, komplett nachvollziehen. Ich habe einen Mann und tatsächlich eine Art Netzwerk - trotzdem gab und gibt es immer wieder Situationen, wo einem keiner spontan helfen kann oder will (gerade bei Infektionskrankheiten ist das auch irgendwie nachvollziehbar). Alleinerziehend stelle ich mir echt hardcore vor.

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  13. Das mit den Mitmenschen, oder lieber ohne sie kenne ich. Aber meine Kinder sind dichter zusammen, mir blieb gar nichts anderes übrig, als Netzwerk bauen. Mann nie da, Familie weit weg, neue Stadt. Das Fragen nach der Gruppenliste/KLassenliste ist dann irgendwann die erste Amtshandlung gewesen. Und dann Telefon in die Hand und rumfragen. Aber blöde, dass die Erzieherinnen nicht einfach andere Eltern angequatscht haben. Gute Besserung

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  14. Mensch, Sie.........gute Besserung, bald und sehr flott!
    Leider kann ich zur Abhol- und Versorgungsfrage keinen echten Rat geben.. bei uns war immer nur Kind 1-3 krank, also so richtig hat es mich nie erwischt ( das Werk meiner früheren Tätigkeit, hatte da schon fast alles abgegrast)

    Andere Eltern ansprechen kann man, aber ob der Kiga da mit macht ? Hier durfte ja nich mal die ( sehr wohl bekannte) weltbeste Omma mal spontan Kind 1-3 abholen, ich hatte keine schriftliche Einwilligung gegeben..Versicherungstechnik und so, sie wissen schon...

    Und nu runter vom Sterbebett...machen Sie keinen Quatsch, Frau Juliane!!

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  15. Bei den Sternchen dachte ich schon an einen sponsored Post. Für Halsschmerztabletten, Fieberzäpfchen oder Windeln. ;)

    "Petrischale" KiGa ist mehr als zutreffend. Bis zu 12 Infekte/Jahr sind normal und der Sohne hat sie alle mitgenommen. Hätte das nie für möglich gehalten. Immerhin hat er uns verschont. *Galgenhumor*

    Und ja, "geht nicht" gibt es durchaus. Nur schade, dass einem da oft eine Welle aus Unverständnis und Klugscheißerei entgegenschlägt. Bisschen mehr Mitgefühl und Toleranz würde uns allen besser zu Gesicht stehen.

    Gute Besserung!

    LG Anna

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  16. Das liest sich jetzt wie fieses Geschleime, aber ich ziehe vor jedem alleinerziehenden Elternteil meinen Hut. Wahnsinn, was ihr leisten müsst...!
    Wie gut, dass Du Dir inzwischen ein kleines Netzwerk aufgebaut hast.

    LG und Gute Besserung

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  17. ich hatte einst exakt dasselbe Dilemma, Kindergarten 400 Meter entfernt, und ich bin noch nicht mal alleinerziehend und habe allzeit bereite Eltern im Nachbarort und meine beste Freundin wohnt neben dem Kindergarten. In solche Situationen kommt einfach jeder mal, gute Planung hin oder her. Lassen Sie einfach die doofen Kommentare an sich abprallen :)

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  18. Ich persönlich kann es (glücklicherweise) nicht wirklich nachempfinden, da ich in der Lage war, mit 2 Großelternpaaren auftrumpfen und zusätzlich ein paar willige Freundinnen aufweisen zu können.
    Da ich aber bei zwei Freundinnen selbst Notfallkontakt in den Kitas war, weiß ich wie wichtig es ist für den Not-Not-Notfall noch jemanden in der Hinterhand zu haben, aber bestimmt nicht auf jemandem herumzuhacken, der das nicht hat! Kommtentare - auch wenn schwierig - ignorieren!

    Und nun gute Genesung weiterhin!

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  19. @ Helma: Ich hatte den Kleinen ja schon bis zur letzten Minute im Kiga gelassen. Ich MUSSTE also schnell irgendwie handeln.
    @ Susi:
    Wahrscheinlich hätte ich es knallhart durchziehen müssen und sagen: "Sorry, ich KANN nicht und es ist niemand anderes da!" Vermutlich hätte dann eine der Erzieherinnen ihn gebracht, nach Feierabend und dann wäre es auch versicherungstechnisch kein Ding geworden, falls was passiert wäre.
    @Lily:
    Der KiGa hat Zweitsitze, das Problem wäre schon mal keins :-)
    Und mich wundert immer, dass die "Geht nicht - gibts nicht"-Fraktion so aggressiv argumentiert. "Nicht können, heißt nicht wollen" - ja, haha. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf, oder wie?
    @ Frau Gräde:
    Was sagen denn Ihre Erfahrungen?? Wann bin ich endlich immun gegen Kiga-Pest?? Bei Elvis damals übrigen genau datselbe: die ersten 3 Jahre war ICH dauerkrank. Danach aber jaaaahrelang fit. Nur: damals hatte ich nen Kerl und Oppa und Schwiegeromma.

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    1. najaaaaaa, ich hab 15 Jahre in der Kinderkrankenpflege...also, wenn little Lucky so um die 16....?
      Ne Spaß, also kein Spaß, na sie wissen schon....es ist doof...ich weiß.
      Leider kann ich Ihnen da garnicht dolle helfen, Frau Juliane, seufz.

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  20. Da muss man nicht mal Alleinerziehende sein, um in eine solche Situation zu kommen. Es reicht schon, wenn man keine Großeltern in der Nähe hat (und die auch bald zu alt werden), einen Mann, der nicht immer einfach so von der Arbeit abhauen kann und keine engeren Freunde unter den anderen KiGa - Müttern. Und alle Freundinnen, denen ich den Kleinen anvertrauen würde - arbeiten auch. Überraschung!

    Und schon ist man auch als Verheiratete in Neubauhaussiedlung gearscht. Ich hatte dann auch das Glück, dass ich auf der kurzen Strecke nicht Kotzen etc musste.

    Aber: Es wird besser. Der BabyChief ist 3,5, geht jetzt in den Kindergarten, und die Infekte sind ein Bruchteil von dem im ersten Jahr. Das war schon im zweiten Krippenjahr dann viel besser.

    Gute Besserung!

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    1. Chiefjudy:
      Siehste, es gibt Situationen, wo das beste Netzwerk nicht greift. Furchtbar...

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  21. Der Hells Angel mit dem Irokesen ist die Loesung. Bei dem passiert dem Kleinen garantiert nix. Der verteidigt den bis letzten Tropfen Blut und im Notfall hat er den ganzen Club parat!

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  22. Wenn wirklich alle ausfallen und man wirklich nicht mit Eimer vor die Tür will und kann, dann will ich mal die Erzieherin sehen, die mit dem Kind in der Krippe bleibt. Die wird doch fix zusehen, den Hemmschuh zwischen ihr und dem Feierabend höchstpersönlich die kurze Strecke zu fahren/gehen sonstiges. Und ich präferiere immer noch die Gruppenliste, egal, ob man sich kennt. In die Situation kann doch wirklich jeder kommen, allein erziehend oder nicht.

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  23. Ich hätte es mit dem Taxi versucht. Aber nicht vorher anrufen und fragen, sondern anrufen und denen erzählen, daß gleich der Onkel vom Kind zum Abholen kommt, der ist zufällig Taxifahrer. Je nach Einschätzung der KiGa-Mitarbeiterinnen vorher zuhause vorbeikommen lassen und schriftliche Erlaubnis mitgeben, natürlich ohne Hinweis auf das angebliche Verwandtschaftsverhältnis. Und vorher natürlich fragen, nicht daß dann es dann eine Taxifahrerin ist und man den Onkel angekündigt hat.

    Ansonsten hab ich mal gelernt: Mütter werden nicht krank. Nicht bevor die Kinder wenigstens fünfzehn sind. Das ist von der Evolution so vorgesehen.
    Wenn das heute anders ist: ist da die Gentechnik dran schuld, die Wiedervereinigung 9/11?

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    1. Klar, im Notfall ist Schwindelei legitim :-)
      Aaaber: das Kind muss mitspielen, sonst wird der angebliche Onkel schnell enttarnt.
      Uuuund: Was, wenn der lieb daherkommende Taxifahrer ein Kindergrabscher ist?
      Nee nee, bei der nächsten Kotzeritis fahr ich persönlich mit :-)

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