Sonntag, 18. September 2016

Gute Taten - Eis spendiert

Es gibt 2 Sekretärinnen an Elvis Ex-Schule:
die Nette und die Mufflige.

Die Nette wünschte bei Krankmeldung immer "Gute Besserung an Elvis!" und wenn man Fragen zum LUPO (hab ich bis heute nicht begriffen) oder ähnlichem hatte oder 5 Minuten vor Abigottesdienst panisch in den Hörer bölkte, WO sich umallesinderwelt die richtige Kirche befindet, sie erklärte immer geduldig und freundlich, auch wenn man im Hintergrund hörte, dass im Sekretariat wohl die Hölle los war.

Die Mufflige sagte nicht mal "Guten Tach" und gab Antworten à la "Elvis ist doch schon in der 10. Da melden sich die Schüler selbst krank. Denn die sind ja schon groß, nä...?"

Als nun sämtliche Abitüren und Bälle und Sommerferien vorbei waren, wollte ich mich gern bedanken.
Bei verschiedenen Lehrern, die Elvis trotz Faulheit (laut Abizeitung: "Hatte nie Bücher dabei"und anderen nicht so duften Eigenschaften (laut Abizeitung "Zuspätkommerkönig", allerdings besser als "Stufenalkoholiker" wie sein Freund Fynn), immer wohlgesonnen waren.
Aber dann fiel mir der Fall der Lehrerin ein, die ein Abschiedsgeschenk ihrer Klasse bekommen hatte und von einem Vater angeschissen wurde, weil das Geschenk die erlaubte Geldgrenze überschritten hatte. Ende vom Lied, die arme Frau musste 4.000 Ocken Strafe zahlen.

Nun will ich ja nichts weniger, als dass unserm Elvis sein mühsam erkämpftes Abi womöglich wieder aberkannt wird, weil Muddi unvorsichtigerweise der Englischlehrerin ein Päckchen Pralinen schickt, nicht wahr?
Ich hab zwar ein bisschen im Netz gestöbert, fand die Gesetzeslage aber etwas undurchsichtig und dachte mir "Drauf geschissen, kriegt halt nur die Sekretärin was!"

Gutschein von der Eisdiele neben der Schule besorgt, nettes Dankschreiben dazu gepackt (ich verkniff mir sogar das "Von Ihnen könnte sich Ihre Kollegin mal 'ne Scheibe abschneiden!"), hingeschickt, fertich.
Auf dass sie sich freuen möge, die Gute!



PS: Habt ihr euch bedankt bei der Schule / den Lehrern? Und falls JA: wie?

Kommentare:

  1. also hier haben sich Abitösen und -töseriche selbst Gedanken ums Abschiednehemen gemacht, das ging von nem schicken Video, zu lumen, Karten und einer wohl legendären Wodkairgendwas Party in der Wohnküche einer Lehrkörperin..
    Moi ...ließ da mal schön die Finger von.Klar nette Worte und ein bissle Gegacker am Abiball, mehr nicht. Lag wohl an der absolut nervengefetzten Stimmung meiner selbst.Und bei der Schule ansich? Bedanken?..also, öhm nö.
    Wenns Schneggie nächstes Jahr abitiert....hm, da gibt es 2 L-körper, die könnten was verdienen...joah, doch ;)

    Die allereinzigste Lehrerin, die mir in den Schuljahren der 3 wirklich enorm ans Mudderherz wuchs, die lebt leider nicht mehr, viel zu früh und viel zu jung, an Krebs elend gestorben.Das war hart.

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    1. lumen sind natürlich BLUMEN, der Klassiker , eben.

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  2. SCHLUCK... die musste Strafe zahlen ?! Was für ein ... Vater war das denn?! Die Arme... ich finds gut wenn du Geschenke machst. Ist ja auch irgendwo eine freundliche Geste und Pralinchen sind nie verkehrt 😉 ich würd mich freuen 😊 Liebe Grüsse

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  3. Ich finde das Geschenkemachen in den Schulen ein bisschen inflationär. Da gibt es eine "Kleinigkeit" zum Geburtstag, ein "Bisschen was" zu Weihnachten, dann noch "Ein Dankeschön" nach fünf, sieben, zehn Jahren, so reiht sich Geschenk an Geschenk.
    Das ist natürlich alles ganz nett und fein und freundlich.
    Aber ist das Realität?
    Ich schenke meinem Autoreparierer auch nicht bei jedem dritten Ölwechsel eine Blume. Und der Apothekendame nach der dritten Pulle Nasentropfen keine Dose Bonbons. Auch die Müllmänner bekommen nichts.
    Weil ich immer denke, die verdienen ihr Geld damit. Und die Lehrer auch. Die verdienen ihr Geld damit. Manche machen es gut, manche machen es richtig gut. Aber dauernd etwas schenken? Ich denke im Büro ja auch nicht, warum schenkt mir keiner was? Ganz einfach, es gibt keinen wirklichen Anlass.
    Wenn ich jemandem dankbar bin, dann sage ich Danke. Wenn ich jemandem geholfen habe, reicht mir ein Danke. Oder auch nix. Oder ein Lachen.
    (Liegt vielleicht auch daran, dass ich nicht so richtig der Geschenketyp bin.)

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  4. In Irland gibt es da eine richtige Marketingkultur rund um die Grundschullehrer mit Dankeskarten a la "thank you teacher" vor den Sommerferien und Cadbury's Milktray Pralinen im flotten Pädagogenlook. Zum Davonlaufen...

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  5. miezekatze18/9/16

    Ich überleg grad, doch die alte Klassenlehrerin hat zum Geburtstag einen Blumenstrauß bekommen, haben die Kids immer selber organisiert. Allerdings hatte die auch immer für jeden Schüler zum Geburtstag eine Kleinigkeit, Größenordnung ein Bleistift aus London die sie immer im Urlaub besorgt hat und ne Minitüte Gummibärchen. Bei der neuen Lehrerin hab ich das Gefühl die hat eigentlich keinen bock Klassenlehrerin zu sein, so mit Ausflügen und so. Nää. Die haben sie jetzt seit der 10. Und jetzt noch 2 Jahre bis zum Abi, aber deren Geburtstag wird nicht zelebriert. :D

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  6. Also, ich habe quasi den ehrlichen Worten meines Lateinlehrers zu verdanken, dass ich damals mein Abi geschafft habe. Ich habe ihm dann einen riesen Strauß Blumen vorbei gebracht.

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  7. Mein Dank an die Privatschule meiner Kinder?
    Ich habe denen meine beiden Ältesten als Lehrer überlassen und die unterrichten nun meine Jüngste. So bleibt das Schulgeld in der Familie.

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  8. Nach dem Abitur haben unsere beiden Schulsekretärinnen von unserem Jahrgang einen Oscar verliehen bekommen. Mein Tutor bekam eine kleinen Strauß Blumen und eine Karte von uns.

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  9. Anonym20/9/16

    Ich muss sagen, ich gehöre auch zu den Gern-Schenkern.
    Mein Kind ist jetzt aber erst in die 5. Klasse gekommen.
    Der Lehrerin aus der 1. und 2. habe ich was geschenkt, weil ich sooo zufrieden war.
    Da sie kurz vor Schuljahresende auch noch Geburtstag hatte und vor der Rente stand, habe ich auf die gewartet als sie nach Schulschluß zum Auto ging :-)
    Muss dazu sagen, bei uns an der kleinen Grundsvhule wurde auch ganz penibel auf nicht zu große Geschenke geachtet, zu Weihnachten maximal! einen Weihnachtsstern von der ganzen Klasse.

    Das mit dem Geschenk habe ich absichtlich so etwas " geheim" gemacht. Auch, weil ich in solchen Situationen etwas nahe am Wasser gebaut bin ;-)

    Der Klassenlehrer der Klasse 3 und 4, also gleichzeitig Abschlußklasse der Grundschule, bekam ein Gemeinschaftsgeschenk von uns als Klasse. Einen Gutschein von Amazon, glaube jedes Kind hat 1€ bezahlt.

    Jetzt in der neuen, weiterführenden Schule muss ich mal schauen wie es so gehandhabt wird, bzw. wie die neuen Eltern so drauf sind.
    LG
    Marion

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  10. @ Frau Gräde:
    lumen gehen ja immer.Da könnte man sogar einen lumenstrauß für 200 Euro schenken, das Beweisstück (sollte ein neidischer Vati durchdrehen) würde sich sogar binnen 2 Wochen selbst vernichten sozusagen.
    @ Dani:
    Sie hatte von den Schülern (Abschlussklasse) ein Geschenk für 200 Ocken bekommen, weil sie so beliebt war. Macht pro Schüler ja höchstens 6 - 7 Euro; ist ja nun auch nicht die Welt.
    @ Frau Lavendula:
    Bitte bitte schenke deinem Autoreparierer nach dem nächsten Ölwechsel eine Blume!! Und vergiss dann die Kamera nicht,um sein Gesicht für uns Blogleser festzuhalten!
    @ Luna: Echt?! Is ja witzig! Ich glaube, die USA ist in sowas auch gaaaanz groß.
    @ miezekatze:
    Eine Lehrerin, die den Schülern was schenkt? Woah, das ist aber auch selten.
    @ Wren:
    Wieso, was hat der Mann denn gesagt? "Ama et fac quod vis"?
    @ Zwischen-den-Stühlen:
    :-))) Aha, Pragmatiker, was?
    @ Elzbeth Trümmerlotte:
    Ach guck! Noch jemand, der an die Tippsen denkt.
    @ Marion:
    Hoffentlich hat dich niemand beobachtet, so heimlich der Lehrerin aufm Parkplatz auflauernd :-)))

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  11. Tolle Idee!

    Wir haben mal einen Amazon-Gutschein verschenkt und ein anderes Mal einen Gutschein für ein Essen. Immer nur an Lehrer, nie an die Sekretärin. Was ja eigentlich ziemlich doof ist, denn wir wissen ja, wer wirklich arbeitet in Schulen..!

    LG

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  12. Und mit ganz wenig Aufwand hast du eine Frau zum Lächeln gebracht. Unbezahlbar :-)

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