Mittwoch, 21. Dezember 2016

Schnauze halten! Essen!


Woran erkennt man einen Veganer?
Er wird es dir garantiert erzählen!


Schon oft gelesen, diesen Spruch; konnte ihn aber nie bestätigen, denn die einzigen Veganer bzw. Vegetarier, die ich kenne, waren der Physio, der zwar viel über seine nahezu amouröse Beziehung zu seinem Thermomix gelabert hat, und eine Nachbarin, die Dinge kredenzte wie Nusskuchen ohne Ei und Butter oder glutenlaktosekohlehydratfreie Pizza, nach deren Verzehr ich meist mit heftigsten Blähungen nach Hause ging.
Die haben aber nie versucht zu missionieren.

Klar, mitunter liest man von merkwürdigen Begebenheiten, wie neulich, als der offensichtlich kurzfristig in seinem Stoffwechsel entgleiste Herr Läsker den Herrn Zander wegen 3.000 spendierten Gänsemenüs blöd angemacht hatte, statt seinerseits 3.000 Portiönchen veganen Mandelpuddingschlönz beizusteuern.
Und wir alle kennen die Augenroller der Gastgeber beim Perfekten Dinner, wenn sich montags einer der Gäste als Veganer outet und dann den Rest der Woche bei Tisch angeekelt herumzickt.

Nun begab es sich aber, dass ich neulich 4 Monate Schülerin in einer Bildungseinrichtung für Finanzbuchhalter war und Frühstücks- wie Mittagspausen mit einer Menge anderer Menschen verbrachte.

Unter 50 Mitschülern gab es 4 ..ähm.. speziell Essende, aber diese Minderheit genügte, um allen anderen den Appetit zu verderben.
Und zwar Tag für Tag für Tag.

Halbes Stündchen vom Lernstress abschalten?
Einfach nur in Ruhe dasitzen und essen und 'n bisschen über die Dozenten lästern?
Nix da!
Nicht, wenn so ein speziell Essender über sein anders-essen labern will.
Und das wollten die!
Und zwar Tag für Tag für Tag.

Es gab:
Einen Paleoandertaler: Ein unbedingt jung, dynamisch und gesund bleiben wollender Midlifekriselnder.
Eine Veganerin: Eine junge Dürre mit Hashimoto und 3 Generationen Krebs im Genrucksack, die sich unbedingt gesund ernähren wollte.
2 Vegetarierinnen: Die eine kam dem Wunsch ihrer Teenagertochter nach fleischloser Ernährung nach. Die andere wollte abnehmen.

Als normaler Allesfresser wunderste dich natürlich über die 27 entdeckelten Tupperböxchen auf'm Tisch, befüllt mit grau/grün/braun-batzigem Schnodder, in den Gemüsestreifen oder Dinkelstangen getunkt werden.
Und fragst nach.
Blöder Fehler.
Blöder, blöder Fehler!
Man wurde nicht nur detailreich über die Inhaltsstoffe des gelb/beige/grünen Schlotzes aufgeklärt, nein, man lernte noch eine Menge über die Art und tolle Wirkung der speziellen Ernährung auf Körper, Geist, Psyche und ach, auf das ganze Leben!

Irgendwann schielte man selbst verschämt auf seine Nutella-Schrippe oder den Döner, weil man ohne mit der Wimper zu zucken, getötetes Tier isst und obendrein seinen Cholesterinhaushalt mit nutellaeigenen Fetten befeuert.

Mit der Beschreibung der Ingredienzien könnte man das Thema ja dann eigentlich abhaken, ne?
NEE!
Denn als der erste anfing, über seine Ernährung zu reden, outeten sich noch 3 andere, die ebenfalls speziell essen und dann ging er los, der rege Austausch.
Und zwar in jeder einzelnen, verdammten Pause!
Ach was - schon früher! Kamste morgens nichtsahnend in die Bildungseinrichtung, die Arterien noch verklebt vom Fondue am Vorabend, wurdeste direkt begrüßt mit den Worten: "Benutzt du Öl zum kochen? Ja? Öle sind schlecht, ne, das weißt du? Außer Arganöl, das ist obendrein gut für die Haut."
JA SICHER, ich kauf mir 'ne Flasche Arganöl für 20 Ocken und schmier's mir dann auf die Füße.
Da kommste als Nutellabrotnager mit normalen Themen wie "Witwenverbrennung, pro & contra" oder "Teflon- oder lieber Rollenfuß für Kunstleder?" auch gar nicht dazwischen.
Im Gegenteil!
Wirst niedergequatscht und kriegst noch UNGEFRAGT Infomaterial zum Thema "Schlechte Fette - gute Fette" in die Hand gedrückt, Attila-Hildmann-Kochbücher geliehen und Schlönz-Pröbchen mitgebracht!
Ey.
Auf die Idee mit den Pröbchen kommt ja leider kein Nutella-Esser.

Wat treibt die an?!
Intracranielle Fehlzündungen aufgrund B12-Mangel?
Energieoverload dank Zuckermangel?
Was macht Essen zu so einem großen Thema?!
Die Tatsache, dass es ein Grundbedürfnis ist?
Das ist Sex auch, aber ich habe mich noch nie bemüßigt gefühlt, den neuesten Orion-Katalog zu verteilen oder meine Dildos 'rumgehen zu lassen.
Ja, ich weiß, für Dildos müssen keine Tiere sterben, aber für Paddles und Tickler sehr wohl!

Ich selbst versuche seit Längerem fleischarm bzw. -los zu essen, werde aber oft boykottiert von Elvis, der auf den super sättigenden Birnen-Linsen-Cashew-Eintopf glotzt und fragt: "Gibt's nix zu essen?"
Ich mag Fleisch und Milchprodukte eh nicht so, verarbeite "Leichenteile" ungern und ich will kein nur selten Auftragskiller sein.
Ich informiere mich über entsprechende Sattmach-Ersatzmöglichkeiten und probiere mich derzeit durch Lupine, Tofu, Soja, Mandel und Quinoa.
Leider ekelt's mich vor vielem,  vor allem nach dem Hummusvorfall!
Und von den Preisen wollen wir gar nicht erst anfangen.
(1 Liter Mandelmilch - 3 Euro!)
Aber ich belästige doch meine Mitmenschen nicht damit!

Informieren und aufklären, wenn ausdrücklich gewünscht - OK.
Aber bitte kein verbissenes Missionieren.
Esst, was ihr wollt/könnt/dürft/sollt, aber esst mit Würde, verdammt!
Essen und essen lassen!
Aber "lassen" - das können wir Menschen nicht so, ne?

Du liebe Güte, schon habe ich mich wieder in Rage geschrieben.
Ich geh' mir 'ne Nutellastulle schmieren...


Is ok. Kann man essen. Schmeckt ähnlich wie "echte".

Blutwurst. Mein Hauptnahrungsmittel während der Schwangerschaft.
Gerne schon zum Frühstück. Jetzt schmeckt's mir nicht mehr.

Geschmack und Konsistenz:
näää, echt nich...

Superlecker: Der aus Gemüsematsch geformte Veggieburger
in der örtlichen Tapasbar.





PS:
Ich besitze gar keine Dildos.

Kommentare:

  1. wie immer herrlich zu lesen! :D

    dieses ominöse hummus-geschöpf ist ja hochinteressant! zum glück hatte ich sowas noch nie im veganen essen. und ich bin mir nun nicht mehr sicher, ob ich nochmal hummus kaufen werde.

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  2. HAHAHAHA.... ich besitze gar keine Dildos... HAHAHAHA 😂😂😂

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  3. Ich habe mich vor einem Jahr deswegen von einer guten Freundin losgesagt, die ihre Bulimie durch Veganismus versucht auszutreiben. Alles war plötzlich „sooooo lecker” – und das stimmte einfach nicht. Der heiße Kakao, Kaffee im veganen Kaffee schmeckte einfach eklig. Punkt.

    Ich habe null Probleme mit vegetarisch/vegan zu ernähren, wenn es denn schmeckt; war sowieso gerne immer schon sowas wie ein Trennköstler. Mal brauche ich Fleisch, mal nicht.

    Besagte Freundin begann dann Magen-Darm-Probleme zu bekommen, wand sich nur noch, konnte immer weniger essen. Landete dann bei einem Privatarzt (!) spezialisiert auf Gastro zu dem „alle” Veganer in der Stadt gehen (warum brauchen die eigentlich alle Ärzte, vor allem solche Spezialisten?), der ihr für wirklich teures Geld eine Spritzkur nach der anderen verkaufte (vorab natürlich die dementsprechend teure Diagnostik.) Mein Hinweis sie hätte die Probleme seit sie sich vegan ernähre und womöglich käme ihr Körper weniger darauf klar als ihr Geist, wischte sie vom Tisch „ihr Arzt hätte gesagt, das läge nicht an der veganen Ernährung” – ja, klar. Der lässt so eine goldene Kuh nicht vom Eis. Warum sollte er?

    Als er dann den üblichen B12-Mangel diagnostizierte und sie den Mangel als großes heiliges Gut zelebrierte – nicht etwa als Warnsignal ihrer Mangelernährung – machte ich mich dann vom Acker. Vielleicht kriegt sie sich ja irgendwann wieder ein und man kann mit ihr normal über Essen reden. Sehr viele dieser Ernährungsfreaks gehören m. E. auf die Coach.

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    1. Anonym6/1/17

      Die Probleme auf die Ernährung zu schieben, halte ich für voreilig. Da liegt Ursprung wohl in der Bulimie (Vitaminmangel, Überforderung des Verdauungstraktes etc. pp.). Wenn eine vegane Ernährung den Anreiz gibt, gesund werden zu wollen ist das doch gut. So gut, wie es bei jeder anderen Ernährung auch wäre. Ein Wunder darf man da nicht erwarten, der Körper muss sich mit den, für ihn als "Massen" empfundenen, Mengen an Nahrung erst wieder zurechtfinden. Gruß, Maike

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  4. Wir kaufen alle 6 Monate ein halbes Schwein bei einem Bauern um die Ecke. Ob das 100 Prozent Bio ist, kann ich nicht beurteilen - tippe aber auf wenigstens 90 Prozent.
    Keine Chemie, hofeigenes Futter etc.
    Das Kilo kostet umgerechnet ca. 5,- egal ob Filet oder Hack.
    Ich kann mich von dem " Missionieren " nicht ganz freisprechen, denn es schmeckt gut, ist bezahlbar und nach dem Braten ist das Stück fast noch so groß wie vorher.

    Mehrer Male habe ich schon Fleischersatzprodukte probiert, die alle ganz gut aussahen und oft auch gut rochen.
    Aber der Geschmack war nicht meins.
    Komischerweise mußte ich ausgerechnet bei diesen Produkten
    immer an "Soylent Green" denken....

    Vor ein paar Monaten war ich in einem sehr kleinen Hofladen in der Nähe. Wir holen dort immer Eier und ich fragte, ob es nicht auch geschlachtet Hühner gäbe.
    " Ja, die sind eingefroren."
    " Wann haben sie die denn geschlachtet?"
    PausePausePause " Als es das letzte Mal so doll geregnet hat."

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  5. Sitze hier und beömmel mich, großartig!!!!!

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  6. Weischu, ich war grad aus mit Freunnninnnen. Ham was gegessen, aber vor allem gedrungn. :)
    Meine Cocktails waren vegan, fettfrei und gut für den Flüssigkeitshaushalt.
    Und machten gute Laune!

    Kann so einfach sein, das alles.

    Omnitarische Grüße,
    Britta

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  7. Dildos sind übrigens aus plastikartigem Material und daher wahrscheinlich für den Klimawandel mitverantwortlich. Echt supi korrekt, dass Du keine hast *lach weg

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    1. Quatsch, die gibt es doch aus aus wunderfeinsten venezianischen (in China produzierten) Glas oder Holz aus ökologischem Anbau (Rest-Regenwald-Abholung.) ;-)

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    2. Ich habe eine Holz-Intoleranz, das ist echt hart. Und ich finde es echt nicht gut, dass Du darauf keine Rücksicht genommen hast

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    3. Hartholz-Allergie, denn probier es doch mal mit weicherem wie Balsa ;)

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  8. ich tippe auch auf intracranielle fehlzündungen aufgrund des B12-mangels. die meisten reden nur laut aber kennen sich mit der biochemie ihres körpers dann doch nicht genug aus. wir brauchen täglich 0,8 - 1,0 g eiweiss pro kg körpergewicht - als veggie biste da nur am essen und hast noch fette und kohlehydrate dabei. mit abnhemen ist da eher essig. ich geh jetzt erstmal zum dönermann!

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  9. Also, ernsthaft, ich habe große Hochachtung vor Veganern, aber auch Vegetariern, weil sie sich ressourcenschonend und tierfreundlich ernähren und wir dadurch alle länger etwas zum Beißen haben werden.

    Die "Essensmissionare" haben wir auch in der Familie, nun gut, ich habe es mir aber ein bisschen angehört und eigentlich viele interessante Dinge über Ernährung erfahren. Irgendwann muss aber auch mal Schluss sein, das ist richtig.

    Den Fehler den wir machen ist, dass wir bei "vegan" gleich an Tofu, Soja, Kräuter und bei Vollmond geschnitzte, rechtsdrehende Kochlöffel denken. "Mama, ich will aber 'ne Wurst", dann gibt's die veganen Imitate und die schmecken schrecklich. Das kann ja auch nicht funktionieren.

    Vegan ist eigentlich heute schon die halbe normale Küche. Salat, Gemüse, Pommes, Kaffee, Lebkuchen, Bier, alles vegan und zumeist täglich auf dem Tisch. Wenn man aber einem Mitteleuropäer versucht, Tofu und Gemüsematsch als die einzig wahre Ernährung zu verkaufen, braucht sich keiner zu wundern, wenn der Schuss nach hinten losgeht.

    Die schmackhafteste Kartoffel ist eben immer noch die, die durch die Sau durch ist. Mahlzeit!

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    1. Das fasst zusammen, was ich ständig gebetsmühlenartig wiederhole: Fleisch lässt sich durch nichts als Fleisch ersetzen. UND: vieles ist schon vegan (bzw sehr einfach vegan zuzubereiten), aber das ist den meisten anscheinend nicht klar.
      Meine Mutter meinte letztens, sie will mal die vegane Küche ausprobieren (wir waren in einem etwas alternativen Cafe), woraufhin ich sie nur gefragt habe, ob sie noch nie Pommes mit Ketchup gegessen hat...

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  10. Dem Post kann ich nur zustimmen. Ich ernähre mich zwar vegan, würde aber durchaus ab und zu mal Fleisch essen, wenn ich weiß, wie das Tier gelebt hat und gestorben ist usw.
    In meiner Uni ist ein Veganer angestellt, der mich regelmäßig aufregt - sobald es um tierische Produkte geht redet er davon wie ungesund das doch alles sei. Ich glaube, die ganze Chemie-Pampe, mit der ich mich wasche, schminke und eincreme ist auch nicht schlimmer als Fleisch - mit dem Unterschied, dass Fleisch tatsächlich Stoffe enthält, die der menschliche Körper braucht. Nachdem ich angefangen habe mich vegan zu ernähren, habe ich relativ schnell begonnen ein B12-Präparat einzunehmen und nachdem mein Hausarzt mir sagte, dass mein Eisenwert zwar nicht zu niedrig, aber doch schon sehr niedrig ist, nehme ich auch noch Eisentabletten. Das entspricht aber nicht so wirklich meiner Vorstellung von einer gesunden und ausgewogenen Ernährung...
    Im übrigen (und das sage ich immer wieder wenn ich höre, wie gesund vegane/vegetarische Ernährung sei und wie gut man davon abnimmt) ernähre ich mich auch vegan, wenn ich den ganzen Tag nur reinen Kristallzucker futter. Dass vegan/vegetarisch auch immer gesund ist, ist meiner Meinung nach einfach eine sehr eindimensionale Sicht der Dinge und dünn macht es auch nur dann, wenn man drauf achtet, dass man nicht zu viel isst (das funktioniert aber - Überraschung, Überraschung - auch wenn man Fleisch konsumiert).
    Und in der Pause schwärme ich auch gerne mal mit meinen Kommilitonen oder Kollegen von dicken Burgern mit Hackfleisch, Bacon, Käse und Ei oder einem richtig geilen Wiener Schnitzel oder Pizza/Lasagne mit mega viel Käse oder oder oder...

    Liebe Grüße,
    Charly :)

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  11. Hach danke für deine Zeilen, ich hab so herzhaft gelacht. Ich glaube mittlerweile jeder nicht Veganer kennt solche Gespräche. Wenn ich gut gelaunt bin und die Person mag höre ich zu, antworte auch freundlich. Ist es eher ein Mensch der mir am A...vorbei geht, erzähle ich gerne von sauren Kutteln oder dem letzten blutigen Frühstück vom Blonden - dann sind solche Gespräche eigentlich gaaaanz schnell beendet.

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  12. Großartiger Post, und mit "Nutellabrotnager" auch gleich DAS Wort der Blogwoche abgeliefert, Kompliment.^^

    Und NATÜRLICH besitzen Sie keine Dildos, Frau Juliane.
    /*gesendet lächelnd mit geschlossenen Augen, dabei nickend*/

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  13. Wenn ich jetzt auch noch antworte, ist die Veganer-Quote schon erbracht. Und weils ein anderer Fleischloser in den Kommis schon erwähnt hat: Ja, auch ich würde Fleisch hierzulande essen, wenn ich das Tier selbst ermordet hätte. Das Wesen müsste aber wild-lebend sein und ich unbewaffnet. Ich fange an mit der Maus zu kämpfen und arbeite mich dann nach und nach hoch. Die toten Geschöpfe esse ich natürlich roh, weil alles andere viel zu aufwendig wäre. Die Zubereitung von Essen wird überbewertet und ist zutiefst unlogisch. Das darf und muss sich auch der o. e. Dunster mit seinem Thermomix anhören. Er verbräht die bereits existierende Energie genauso unlogisch wie einer, der "Nutztiere" verzehrt, wie wir es heute tun.
    Ich will selbstverständlich auch nicht belehren, ich spinne nur ein paar grausame (Realgedanken-)Bilder beim Graslutschen...

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  14. Ersatzreligion, diese Essenseiertanz.
    Hab sehr gelacht! Nutellabrotnager :D
    (Altglas bei uns: massenhaft Nutella Gläser in verschiedenen Größen und Mutters Weinflaschen )
    made my evening. Eva

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  15. Als ich meinem türkischen, fleischliebenden Papa mal sagte: "Papa, ess doch nicht immer sooo viel Fleisch, ess mal mehr Gemüse, das ist viel gesünder!" antwortete er: "Wer sagt das, die Koalabären?" Und dann behauptete er, er habe eine Gemüseintoleranz. Das haben wohl meine Söhne von ihm geerbt. Tsss...

    Aber Nutellaliebhaber sind eh korrekt. Jetzt bist Du mir NOCH symphatischer!

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  16. Also ich weiß auch nicht, was da lost ist, aber sobald Fleischesser mich neben ihnen mit dem Gemüseteller sitzen sehen, brechen bei ihnen die Dämme und es wird nur über vegane Ernährung geredet. Als ob ich ihre Beichtmutti wäre? Total seltsam.
    Mein Fazit nach einigen Jahren veganer Ernährung: Veganer triggern was bei Fleischessern. Siehe .... ähem. ;-))))

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  17. mir passiert ständig, dass ich mir im Restaurant bei Geschäftsessen ein fleischloses Gericht aussuche und dann SOFORT gefragt werde, ob ich Vegetarier oder womöglich Veganer bin. Wenn ich dann sage, nein, ich möchte einfach heute dieses fleischlose Gericht essen, dann kommt als nächstes unweigerlich die Frage nach der Sportler-Ernährung, und was ich denn im allgemeinen so essen würde. Ich sage dann immer: Hauptsächlich ernähre ich mich von Schokolade. Und dann wird sofort diskutiert, dass ich keinen Alkohol trinke (beim Geschäftsessen, wenn ich noch fahren muss). Neulich habe ich mir beim Geschäftsessen einen Rostbraten mit Röstkartoffeln bestellt und mir das reingezwungen (dreifache Portiion), dann hieß es: Unglaublich, was Sie bei ihrer Statur (ich bin klein, aber nicht dünn) so weghauen. Also ich muss Ihnen zustimmen, die meisten Menschen haben ein irgendwie gestörtes Verhältnis zum Essen...

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  18. Diskussionen über Ernährung scheitern meist daran, dass sie nicht auf der Basis von Fakten geführt werden. Meist dominieren Halbwissen, Mythen, Intoleranz, Fehlinformation und Ideologie. Da dieses Thema höchstpersönliche Lebensentscheidungen berührt, ist es ausserdem hoch emotionalisiert. Aus solchen Gesprächen halte ich mich gern heraus. Leider machen es einem besonders Veganer nicht einfach, den Mund zu halten, weil dort das oben Geschilderte besonders geballt auftritt und zusätzlich noch eine gewisse Militanz in der Art des Vortrags herrscht.

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  19. @ cucuracha:
    Und ich hab bis heute nicht kapiert, was Hummus überhaut ist und wozu man es benutzt :-)
    @ Dani:
    Ist das ein Mitleids-Lachen??
    @ yellow snow:
    Das mit dem Zusatz "Bio" hab ich nie verstanden, denn "Bio" heißt ja: Leben. Ist ein Schwein also nicht zu 100% Bio? Nach seinem Tod dann allerdings nur noch 0%.
    Soylent Green? Ich glaube, da gibt's schlimmeres. Chupa Chups zum Beispiel :-)))
    @ Nelly, creezy, Goldi:
    Dildos sind doch sowas von überholt! Heutzutage sollen ja Dinger wie der WomanizerPro das Nonplusultra sein.
    @ Bärbel:
    Döner! Immer gut bei akuter Gastritis! Sagt mein Arzt. Weißbrot, Geflügelfleisch, Salat. Aber dann ohne scharf bitte.
    @ blogspargel:
    Ja, Recht hast du.
    Und ich habe Hochachtung vor all denjenigen, die sich diszipliniert ernähren. Sei es vegan oder unvegan.
    @ Charly:
    Oh, eine Veganerin, die eine unverklärte Sicht auf ihre Ernährungsweise hat - selten :-)
    Als ich noch an der Uni gearbeitet habe, habe ich in der Mensa meist das vegetarische Menü gewählt. Es war furchtbar. Ganz ganz furchtbar. Immer. Echt.
    @ Goldi:
    Was?! Du erzählst einem Veg. von Fleisch? Das könnt ich nie! Ich hab dann immer ein schlechtes Gewissen, weil ich schließlich ein MÖRDER bin!
    @ Rain:
    Da brauchense gar nicht rumzulächeln! Der einzige Dildo, den ich besaß, war ein Geschenk eines Ex und den habe ich ihm nach der Trennung hinterhergeschmissen.
    @ ALexander:
    Graslutschen - welch anregende Idee!
    @ Paula:
    Es ist das schlechte Gewissen...
    @ SK: Furchtbar. Eigentlich müsste man jedes Gespräch über Essgewohnheiten konsequent abblocken.
    @ AGCC:
    Janz jenau!

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